Das Welternährungsprogramm (WFP) muss aus Geldnot seinen Flugdienst
(HAS- Humantarian Air Service) im Sudan reduzieren sowie höhere Gebühren verlangen.
„Aufgrund Geldmangels droht WFP-HAS seit März das Aus. Die beschlossenen Maßnahmen sollen den Fortbestand von WFP-HAS sichern, bis neue finanzielle Zusagen eintreffen“, sagte Kenro Oshidari, WFP-Vertreter im Sudan.
Das Programm benötigt US$ 20 Millionen, um weitere Kürzungen zu vermeiden und um in den nächsten Monaten wieder voll einsatzfähig zu sein. Das Finanzierungsdefizit von UNHAS beträgt US$ 48 Millionen des Jahresbudgets von US$ 77 Millionen.
Aus diesem Anlass habe ich folgende E-Mail an das Bundeskanzleramt geschickt:
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
das Welternährungsprogramm muss im Sudan einen wichtigen Teil seiner Nothilfemaßnahmen einstellen: Es reduziert dringend benötigte Lufttransporte seines UN Humantarian Air Service (UNHAS). Die Folgen werden die schon jetzt ungenügend versorgte Bevölkerung direkt treffen. Auch die Sicherheit der Helfer wird gefährdet. WFP-HAS benötigt US$ 20 Millionen, um weitere Kürzungen zu vermeiden und um in den nächsten Monaten wieder voll einsatzfähig zu sein. Es darf nicht sein, dass neben der unzureichenden Ausrüstung der Friedenstruppe UNAMID es jetzt auch noch den Hilfsorganisationen an fehlenden Flugmöglichkeiten mangelt.
Ich bitte Sie, dass Deutschland seiner Verantwortung nachkommt und dazu beiträgt, dieses Defizit zu schließen.
Des Weiteren muss die Bundesregierung weiter auf eine politische Lösung der Konflikte
im Sudan hinwirken.
Mit freundlichen Grüßen
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